Das befreite Unternehmen

Protime Freedom Inc.

Ein vielversprechendes, wenn auch nicht allgemeingültiges Modell

Das „befreite Unternehmen“ – dieses in den 2000er Jahren durch Isaac Getz bekannt gewordene Konzept steht für eine Organisation, die ihren Mitarbeitern respektvoll auf Augenhöhe begegnet und ihnen als mündige Erwachsene ein Höchstmaß an Verantwortung einräumt. Heute ist diese Befreiung des Unternehmens in aller Munde. Immer mehr Organisationen wenden die Grundsätze des Abbaus von Hierarchien und der Arbeit in selbständigen Teams an.

Neben zahlreichen Erfolgsgeschichten reibt sich so manches Unternehmen jedoch an einer weniger rosigen Realität:

  • unscharfe Unternehmensvision
  • Syndrom akuter ‚Meetingitis‘
  • Anstrengungen in zu viele verschiedene Richtungen (Verzettelung) und mangelnder Fokus
  • zahlreiche initiierte Projekte, die jedoch nicht abgeschlossen werden
  • erschwerte Trennung zwischen Berufs- und Privatleben

Sinnvolle Strukturen bewahren

Meine eingehende Lektüre zu diesem Thema war für mich der Anstoß, über meine eigene Realität zu reflektieren: Protime. Seit ich vor nunmehr fast drei Jahren zum Unternehmen gestoßen bin, hatte ich Gelegenheit, seine Funktionsweise zu entdecken und zu verstehen, was Protime zu einem Great Place to Work gemacht hat (und noch immer macht) und seit seiner Gründung kontinuierlich wachsen lässt. Protime versteht sich selbst nicht als befreites Unternehmen, da es trotz allem eine gewisse, wenn auch sehr flache, Hierarchie beibehält. An seiner Spitze steht unser Unternehmensgründer und CEO. Ihm steht eine Geschäftsleitung zur Seite, in der die verschiedenen Abteilungen vertreten sind. Gemeinsam legen sie die Vision und Ziele für Protime fest.

Das heißt jedoch nicht, dass diese Entscheidungen im Elfenbeinturm gefällt werden. Jedem Beschluss geht vielmehr eine Rücksprache mit den Mitarbeitern voraus. So haben wir zum Beispiel gerade eine Übung zur Vision und Mission abgeschlossen. Jedes Team hat diese Begriffe für sich definiert und seine Ergebnisse an die Geschäftsleitung berichtet. Angesichts der unglaublichen Anzahl an Visions- und Missionsvorschlägen konnte diese nun aus dem Vollen schöpfen. Sie hat dieses Feedback strukturiert und das Endergebnis der Übung sämtlichen Protimern vorgestellt.

Der Vorteil unserer hierarchischen Aufstellung wird offensichtlich, wenn das Unternehmen seinen über 200 Mitarbeitern das Wort gibt und diese ihren Ideen Gehör verleihen können. Es macht Sinn, über einen kleinen Lenkungskreis zu verfügen, der die Informationen bündelt, die Entscheidungen trifft und die gefassten Beschlüsse kommuniziert.

Meine Erfahrung bei Protime lehrt mich, dass es nicht unbedingt unerlässlich ist, ein Unternehmen von seiner Hierarchie zu befreien, sofern diese den Mitarbeitern nur die nötige Freiheit lässt.

Je freier, desto engagierter

Damit sich die Mitarbeiter im Unternehmen engagieren, ist es wichtig, dass sie sich nützlich und angehört fühlen. Sie müssen sich vor allem der Rolle bewusst sein, die sie im Unternehmen spielen. Für Protime zu arbeiten bedeutet, den Unternehmenserfolg wie auch seinen eigenen Erfolg aktiv zu gestalten. Als Marketeer gehöre ich natürlich der Marketingabteilung an. Da ich jedoch für mehrere Märkte verantwortlich bin, zähle ich zugleich als vollwertiges Mitglied zu den wallonischen und französischen Teams, die mit beratenden Spezialisten wie etwa kaufmännischen Angestellten oder Managern besetzt sind.

Über die direkt mit meiner Funktion verbundenen Aufgaben hinaus wirke ich somit auch an interdisziplinären Projekten wie dem Masterplan Wallonie mit. Dieses von Mitarbeitern aus der Praxis angestoßene Projekt zielt darauf ab, uns einen strukturierten und durchdachten Ansatz an die Hand zu geben, der uns bei der Umsetzung unserer regionalen Ziele hilft. Ich habe somit das Glück, in Zusammenarbeit mit meinen Kollegen aus anderen Abteilungen hochstrategische Projekte selbständig leiten zu dürfen.

Über diese geschäftsorientierten Projekte hinaus leisten die Protimer einen Beitrag zu Protimes unternehmerischer Verantwortung, indem sie an Initiativen wie Sogeha teilnehmen. Jahr für Jahr unterstützen wir diesen Verein, der Feriencamps für sozial benachteiligte Jugendliche ausrichtet.

Organisation als Schlüssel zum Erfolg

Wie bereits angesprochen birgt die Befreiung des Unternehmens bzw. der Mitarbeiter insbesondere das Risiko, dass Projekte nicht zu Ende geführt werden oder es zu einer Verzettelung kommt. Deshalb ist es entscheidend, die Kreativität und das Engagement der Mitarbeiter in die richtigen Bahnen zu lenken. Es geht keinesfalls darum, sie auszubremsen, sondern vielmehr darum, ihnen bei der Organisation ihrer Arbeit zu helfen.

Als Protimerin verliere ich nie die Orientierung, da unser Arbeitsalltag über unsere kollaborative Plattform Protime 360 verwaltet wird. Dort wird jedes Projekt angelegt und mit den anderen Nutzern geteilt. Diese können sich austauschen, Informationen abrufen und vor allem den Projektfortschritt verfolgen. Nicht zuletzt ermöglicht diese Plattform es jedem von uns, an jedem beliebigen Ort zu arbeiten, ohne ständig seiner Führungskraft Rückmeldung geben zu müssen: Diese hat schließlich in Echtzeit einen Überblick über die Projekte, mit denen die Mitglieder ihres Teams beschäftigt sind.

Sie möchten mehr über diese Form der Organisation und Befreiung der Arbeit erfahren?

Besuchen Sie uns auf www.protime360.com